Ich muss zugeben: es ist schwer, so eine Zeitung mit Inhalt zu füllen. Aber kaum liegt hier mal für zwei Tage eine klägliche Schneedecke, überschlagen sich die Zeitungen mit diesbezüglichen Meldungen. Und das kann ganz schön merkwürdig werden,
Die Meldungen über Zugausfälle und den zusammenbrechenden Verkehr, daran hat man sich ja gewöhnt. In Paris und Umgebung braucht es eigentlich nur einen kleinen Anlass und das Chaos im Verkehr bricht los. Und der Schnee war doch ein etwas größerer Störfaktor.
Lustig wird es dann bei Geschichten wie: Einbrecher konnte aufgrund seiner Fußspuren im Schnee ertappt werden! Das war tatsächlich heute zu lesen!
Oder ein fast seitenlanger Artikel, in dem besprochen wird, dass das Skifahren in den Pariser Parks und Gärten verboten ist. Außerdem wird erörtert, ob das Verbot auch durchgesetzt wird und von wem. Nochmal zur Erinnerung: wenn überhaupt, dann war der Schnee hier höchstens für einen Tag zum Skifahren zu gebrauchen.
Aber naja, es bietet eine schöne Ablenkung von Krise, Krieg und Kanzlerin, die zum fünfzigsten Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages die andere Hälfte der Blätter auszufüllen scheint.
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Dienstag, 22. Januar 2013
Mittwoch, 14. November 2012
Nutella-Steuer
Heute wurde im Senat ("Oberhaus" des französischen parlamentarischen Zweikammersystems) die Nutella-Steuer beschlossen. Das Volk soll geschützt werden, Nutella wird teurer, damit es nicht mehr im Überfluss gegessen wird. Ähnlich wie bei Zigaretten.
Das Problem der ungesunden Ernährung bekämpft man hierzulande schon länger im Bereich der mit Fruktose (auch bekannt als Fruchtzucker) gesüßten Lebensmittel, also zum Beispiel Cola. Dies realisiert man, indem eben jene Zutat sehr hoch besteuert wird. Den gleichen Weg geht man auch jetzt und der Bösewicht heißt Palmöl.
Dieses ist in den Medien ja bereits allgegenwärtig, da sein Anbau als Rohstoff für die Energiegewinnung ökologisch mehr als problematisch sein soll. Außerdem ist es sehr ungesund, da es praktisch nur gesättigte Fettsäuren enthält. Weniger bekannt ist, dass Palmöl eine Hauptzutat von Nutella ist.
Heute wurde also eine drastische Erhöhung der Steuer auf Palmöl beschlossen, wodurch Nutella wohl auch im Preis steigen wird. Es betrifft natürlich auch andere Produkte, aber da es sich um das prominenteste und beliebteste betroffenen Lebensmittel handelt, war Nutella in den Medien der Namensgeber für diese Steuer.
Um als Deustcher die Wichtigkeit dieses Themas besser einordnen zu können, sei erwähnt, dass in Frankreich insgesamt mehr Nutella gegessen wird als in Deutschland, obwohl es deutlich weniger Einwohner hat. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Franzosen ist weltweit am höchsten und Nutella ist in Paris sehr präsent, denn die erste Zutat bei den meisten Crêpes-Verkäufern heißt: Nutella.
Das Problem der ungesunden Ernährung bekämpft man hierzulande schon länger im Bereich der mit Fruktose (auch bekannt als Fruchtzucker) gesüßten Lebensmittel, also zum Beispiel Cola. Dies realisiert man, indem eben jene Zutat sehr hoch besteuert wird. Den gleichen Weg geht man auch jetzt und der Bösewicht heißt Palmöl.
Dieses ist in den Medien ja bereits allgegenwärtig, da sein Anbau als Rohstoff für die Energiegewinnung ökologisch mehr als problematisch sein soll. Außerdem ist es sehr ungesund, da es praktisch nur gesättigte Fettsäuren enthält. Weniger bekannt ist, dass Palmöl eine Hauptzutat von Nutella ist.
Heute wurde also eine drastische Erhöhung der Steuer auf Palmöl beschlossen, wodurch Nutella wohl auch im Preis steigen wird. Es betrifft natürlich auch andere Produkte, aber da es sich um das prominenteste und beliebteste betroffenen Lebensmittel handelt, war Nutella in den Medien der Namensgeber für diese Steuer.
Um als Deustcher die Wichtigkeit dieses Themas besser einordnen zu können, sei erwähnt, dass in Frankreich insgesamt mehr Nutella gegessen wird als in Deutschland, obwohl es deutlich weniger Einwohner hat. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Franzosen ist weltweit am höchsten und Nutella ist in Paris sehr präsent, denn die erste Zutat bei den meisten Crêpes-Verkäufern heißt: Nutella.
Mittwoch, 7. November 2012
Big Brother
Hier wird man beobachtet. Wie in vielen Großstädten wird auch in Paris fleißig mit Kameras überwacht. Die Kameras bewegen sich auch ganz eifrig und man kommt sich richtig beobachtet vor. Insbesondere wenn man nachts in einer dunklen Ecke eine Kamera auf eine solche Kamera richtet.
Das Design vieler Kameras ist mit für Paris typischen Verschnörkelungen versehen. Damit hofft man wohl auf eine größere Akzeptanz.
Das Design vieler Kameras ist mit für Paris typischen Verschnörkelungen versehen. Damit hofft man wohl auf eine größere Akzeptanz.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Pont des Arts
Schatz, schau mal, wie romantisch! So viele Paare haben sich hier in der Cité d'amour ihre Liebe versprochen und ihr auch gleich ein Denkmal gesetzt. Jetzt können alle Leute diese schönen Liebesschlösser bewundern.
Ich will für uns auch eins haben! Komm, wir gehen sofort zum Stand dort hinten und kaufen auch eins. Dann können wir auch zeigen, dass wir aneinander gekettet sind.
Ich will für uns auch eins haben! Komm, wir gehen sofort zum Stand dort hinten und kaufen auch eins. Dann können wir auch zeigen, dass wir aneinander gekettet sind.
Sonntag, 22. Juli 2012
"Insidertipp"
Wer ein gutes Hotel sucht: hier kann man sicher nichts falsch machen! Von zuverlässiger Quelle empfohlen!
Allerdings wurde diese Plakette bestimmt vor der Erfindung der Internetrezension angenbracht. Für mich bot sich hier aber die Möglichkeit einmal Lilien und Adler auf ein Foto zu bekommen.
Allerdings wurde diese Plakette bestimmt vor der Erfindung der Internetrezension angenbracht. Für mich bot sich hier aber die Möglichkeit einmal Lilien und Adler auf ein Foto zu bekommen.
Samstag, 14. Juli 2012
Kulturelle Unterschiede
Als das Wetter Anfang des Jahres für kurze Zeit einmal schön war, sind wir auf das Hochhaus "La Tour Montparnasse" gestiegen. Ich habe das jetzt extra so kompliziert geschrieben, um zu verdeutlichen, dass das französische Wort für Turm weiblich ist. Während dies bei der Tour, also der Rundreise, welche durch das gleiche französische Wort ausgedrückt wird, recht normal erscheint, ist ein weiblicher Turm in der Vorstellung eines Deutschen doch recht ungewöhnlich.
Wir standen also auf diesem Hochhaus und genossen den Ausblick auf Paris, machten viele Fotos und haben später dann einen kitschig romantischen Sonnenuntergang erlebt. Dabei hatten wir auch den Eiffelturm im Blick und nach der Dämmerung wurde dann auch die - ich nenne sie mal dekorative - Beleuchtung eingeschaltet.
Wir starrten also alle zusammen - denn es waren einige Menschen dort oben - auf diese Erscheinung. Plötzlich sagte ein Franzose neben mir zu seiner Frau: "Elle est magnifique comme ca!" Übersetzt heißt dies "Sie sieht wunderschön aus!" und wird eigentlich für Frauen gebraucht. Ich war schockiert. Mir ist in diesem Augenblick klar geworden, das ein Franzose den Eiffelturm mit ganz anderen Augen sehen muss, als ein Deutscher.
Und richtig, ich habe das später dann auch noch einmal mit Franzosen diskutiert. Der Eiffelturm wird als eine Frau betrachtet. Seine Form wird als typisch weiblich empfunden, was ja eigentlich auch einzusehen ist. Auch die verschiedenen Dekorationen, mit denen er im Laufe der Jahre immer wieder versehen wurde, wurde als Schmuck geshen, den nun einmal eine Frau trägt. Zum Beispiel wurde er zum Besuch einer chinesischen Delegation rot angeleuchtet, was als eher anzüglich empfunden wurde.
Aber ich bleibe dabei, gerade ein Turm symbolisiert in meiner Vorstellung nicht gerade Weiblichkeit und ich kann mit dieser Stahlkonstruktion eigentlich keine Frau identifizieren.
Wir standen also auf diesem Hochhaus und genossen den Ausblick auf Paris, machten viele Fotos und haben später dann einen kitschig romantischen Sonnenuntergang erlebt. Dabei hatten wir auch den Eiffelturm im Blick und nach der Dämmerung wurde dann auch die - ich nenne sie mal dekorative - Beleuchtung eingeschaltet.
Wir starrten also alle zusammen - denn es waren einige Menschen dort oben - auf diese Erscheinung. Plötzlich sagte ein Franzose neben mir zu seiner Frau: "Elle est magnifique comme ca!" Übersetzt heißt dies "Sie sieht wunderschön aus!" und wird eigentlich für Frauen gebraucht. Ich war schockiert. Mir ist in diesem Augenblick klar geworden, das ein Franzose den Eiffelturm mit ganz anderen Augen sehen muss, als ein Deutscher.
Und richtig, ich habe das später dann auch noch einmal mit Franzosen diskutiert. Der Eiffelturm wird als eine Frau betrachtet. Seine Form wird als typisch weiblich empfunden, was ja eigentlich auch einzusehen ist. Auch die verschiedenen Dekorationen, mit denen er im Laufe der Jahre immer wieder versehen wurde, wurde als Schmuck geshen, den nun einmal eine Frau trägt. Zum Beispiel wurde er zum Besuch einer chinesischen Delegation rot angeleuchtet, was als eher anzüglich empfunden wurde.
Aber ich bleibe dabei, gerade ein Turm symbolisiert in meiner Vorstellung nicht gerade Weiblichkeit und ich kann mit dieser Stahlkonstruktion eigentlich keine Frau identifizieren.
Mittwoch, 27. Juni 2012
Jeu de mots
Hier etwas verspätet, weil eigentlich zur Wahl angebracht, ein kleines nettes Wortspiel aus der kürzesten Straße von Paris.
Sonntag, 27. Mai 2012
Importschlager
Über die Exportschlager, die wir auf Usedom gefunden haben, berichtete ich ja bereits. Heute soll es um das genaue Gegenteil gehen.
In diversen Trödelgeschäften hier in der Gegend gibt es eine beträchtliche Anzahl von "anitken" Petroleumlampen, die als Dekorationsgegenstände angeboten werden. Ein Blick auf das Typenschild überraschte ein wenig.
Ueckermünde ist zwar nicht genau Usedom, aber fast. Scheint entweder ein großes Lager geräumt worden zu sein, oder die Lampen wurden tatsächlich früher in alle Welt geliefert. Genaues weiß ich jetzt nicht.
Außerdem steht in meiner Straße auch ein Produkt, was ich von früher kenne. Da kann ich ja mal bei dieser Gelegenheit auch ein Foto von zeigen.
In diversen Trödelgeschäften hier in der Gegend gibt es eine beträchtliche Anzahl von "anitken" Petroleumlampen, die als Dekorationsgegenstände angeboten werden. Ein Blick auf das Typenschild überraschte ein wenig.
Ueckermünde ist zwar nicht genau Usedom, aber fast. Scheint entweder ein großes Lager geräumt worden zu sein, oder die Lampen wurden tatsächlich früher in alle Welt geliefert. Genaues weiß ich jetzt nicht.
Außerdem steht in meiner Straße auch ein Produkt, was ich von früher kenne. Da kann ich ja mal bei dieser Gelegenheit auch ein Foto von zeigen.
Sonntag, 1. Januar 2012
Frohes Neues Jahr
Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr mit viel Gesundheit, Erfolg, Freude und Glück. Ein kleines Glückssymbol ist uns bei der Vorbereitung auf Silvester im Supermarkt - nun ja, nicht wörtlich - über den Weg gelaufen.
Montag, 26. Dezember 2011
Weihnachtsstreik
Die besinnliche Zeit des Jahres wurde für mich durch einen Generalstreik eingeleitet. Diesmal streikten die Belgier gegen die Sparmaßnahmen der Regierung, die ihre Staatsschulden in den Griff bekommen wollte. Als Folge brach der gesamte Bahnverkehr Belgiens zusammen und auch mein Zug nach Köln fuhr nicht. Also war ich gezwungen, als Alternative die gute alte Deutsche Bahn zu nehmen. Diese fährt nämlich von Paris und zwar mit einem Umweg um Belgien herum nach Frankfurt am Main. Von hier konnte ich mich dann auf den Weg nach Bonn machen, ab da ging es mit dem Auto nach Rostock weiter. Danach verlief alles ohne nennenswerte Störungen und ich hatte schöne Weihnachten. Es gab genüssliche Geschenke und einen leckeren Entenbraten.
Samstag, 17. Dezember 2011
Ein Schlaumeier im Supermarkt
Das soll französisches Fleisch sein? Ich glaub euch kein Wort! (Wieder mal beim Umstellen der Maschine nicht genau aufgepasst)
Und hier wurde auch nicht korrekt abgeschrieben. Vielleicht sollte man, bevor man etwas tausendfach druckt, doch mal einen draufgucken lassen, der sich damit auskennt.
Und hier wurde auch nicht korrekt abgeschrieben. Vielleicht sollte man, bevor man etwas tausendfach druckt, doch mal einen draufgucken lassen, der sich damit auskennt.
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