Donnerstag, 20. September 2012
Islamische Kunst im Musée du Louvre
Am Samstag, den 22.9.2012, wird im Louvre nach mehrjähriger Bautätigkeit die Abteilung für islamische Kunst eröffnet. Dieses Ereignis wurde monatelang verkündet und fällt jetzt leider in eine sehr ungünstige Zeit. Ich hoffe, dass die Ausstellung nicht unter der politischen Situation zu leiden hat. Ich freue mich jedenfalls schon auf einen Besuch.
Montag, 17. September 2012
Alles Fassade
Es gibt wohl ein Gesetz, das Häuserbesitzer dazu verpflichtet, die Fassade in Ordnung zu halten. Zumindest nach vorne. Das betrifft bei meinem Haus alle Seiten. Während ich am Putz zumindest in meiner Etage einges zu bemängeln hätte, wird auf Straßenhöhe regelmäßig gestrichen. Als Folge wurden die Graphitis, von denen ich früher berichtete bereits mehrfach übermalt. Seit kurzem gibt es bei mir ein neues Kunstwerk, das man in ähnlicher Form öfter in Paris findet. Es handelt sich immer um Tiere in Überlebensgröße, die fotorealistisch auf Papier dargestellt sind, welches dann auf die Häuserwände geklebt wird.
Freitag, 31. August 2012
Mittwoch, 29. August 2012
Eichen
Verwundert nehme ich als aus Rostock stammender Wahlpariser derzeit die Diskussionen um eine kleine Eiche in Lichtenhagen zur Kenntnis. Und wenn es Streit gibt, leiden meist die Falschen und so wurde ihrer Existenz ein vorzeitiges Ende gesetzt, offensichtlich mit der Begründung, es handele sich um ein urdeutsches Symbol. Ist sie das wirklich? Darüber musste ich heute nachdenken, als ich in der Mittagspause laufen war, mitten durch einen Wald mit vielen wunderschönen Eichen.
Viele Staaten und Institutionen schon seit der Antike haben diese Pflanze für sich vereinnahmt. In Frankreich ist dieser Baum ebenfalls sehr verbreitet, auch als Symbol. Nicht nur auf deutschen Uniformen gab und gibt es Eichenlaub, auch auf französischen, zum Beispiel bei den Offizieren der Fremdenlegion. Auch auf Münzen hat Deutschland kein Monopol für Eichenlaub. Zwar gibt es auf den französischen Euromünzen keines mehr, aber auf den Franc-Münzen war es sehr präsent, wie auf diesem Bild der 2-Francs-Münze zu sehen ist.
Viele Staaten und Institutionen schon seit der Antike haben diese Pflanze für sich vereinnahmt. In Frankreich ist dieser Baum ebenfalls sehr verbreitet, auch als Symbol. Nicht nur auf deutschen Uniformen gab und gibt es Eichenlaub, auch auf französischen, zum Beispiel bei den Offizieren der Fremdenlegion. Auch auf Münzen hat Deutschland kein Monopol für Eichenlaub. Zwar gibt es auf den französischen Euromünzen keines mehr, aber auf den Franc-Münzen war es sehr präsent, wie auf diesem Bild der 2-Francs-Münze zu sehen ist.
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| Foto: Eric Gaba |
Erst kürzlich war ich sehr überrascht, dass die Eiche in Frankreich sehr oft vorkommt und eine große Rolle spielt. Und zwar war das in unserem Urlaub in der Provence. Wir mussten mindestens einmal noch unreife Eicheln wegsammeln, um unser Zelt vernünftig aufstellen zu können. Zu meiner Verwunderung gab es Eichen überall. Aufgeklärt hat sich das ganze dann, als wir an einigen Plantagen vorbeikamen. Die gibt es dort wirklich. Des Rätsels Lösung sind: Trüffel. Die wachsen nämlich im Wurzelwerk von Eichen und weil die so beliebt sind, hat man die Eichen überall angepflanzt.
Oft waren sie auch direkt neben einer Olivenanpflanzung zu sehen, genau wie auf der Münze dargestellt. Um einige Plantagen war auch ein Zaun gezogen, mit Hinweisschildern, man solle sich den Trüffeln ja nicht nähern.
Worauf ich hinaus will, ist, dass es eine ganz schön egozentrische und eingeschränkte Sichtweise ist, die Eiche auf ein deutsches Symbol zu reduzieren. Die gibt es nämlich durchaus auch woanders und werden auf ähnliche Weise verehrt.
Sonntag, 26. August 2012
Mülltrennung
Es ist manchmal sehr komisch, wofür sich die Leute so interessieren, aber einer der häufigsten Suchbegriffe, mit dem viele Leute auf meinem Blog landen, ist "Mülltrennung in Paris". Schuld ist wahrscheinlich dieser Beitrag, in dem behauptet wird, Mülltrennung sei nicht üblich. Diese Aussage ist irreführend, da Mülltrennung in Paris sehr wohl existiert, aber in meiner näheren Umgebung nicht sehr fleißig praktiziert wird.
Das französische Wort ist "Tri des déchets" und ist eine Abkürzung von "Triage", was als medizinischer Fachbegriff bekannt ist und Vorsortierung in drei Kategorien bedeutet. Das Verb hierzu lautet "trier", was sortieren bedeutet.
Das System ist dem deutschen sehr ähnlich. Es gibt normale grüne Mülltonnen. Dann gibt es gelbe Tonnen, meist nur mit einem gelben Deckel, in die prinzipiell alles mit grünem Punkt hinein kommt. Zusätzlich wird hier auch Papier entsorgt, das ist der Hauptunterschied zu Deutschland. Der grüne Punkt wurde übrigens vom Dualen System Deutschland übernommen, nur der deutsche Schriftzug entfiel. Weiterhin gibt es weiße Tonnen oder größere Container mit weißer Öffnung, in die Glas entsorgt wird.
Die Müllabfuhr kommt täglich. Allgemein haben viele Mülltonnen keinen richtigen Besitzer und stehen einfach nur so rum, wie im folgenden Bild zu sehen ist.
Hier ein Bild von einer gelben Tonne vor einem Bekleidungsgeschäft.
Häufig findet man nur Kunstoffsäcke. Auch hier gibt es die Trennung von normal und gelb und auch hier wird täglich geleert.
Kunststoffsack für Restmüll und zwei Container für Glas.
Häufiger zu sehen sind allerdings die größeren Container für Glas.
Das französische Wort ist "Tri des déchets" und ist eine Abkürzung von "Triage", was als medizinischer Fachbegriff bekannt ist und Vorsortierung in drei Kategorien bedeutet. Das Verb hierzu lautet "trier", was sortieren bedeutet.
Das System ist dem deutschen sehr ähnlich. Es gibt normale grüne Mülltonnen. Dann gibt es gelbe Tonnen, meist nur mit einem gelben Deckel, in die prinzipiell alles mit grünem Punkt hinein kommt. Zusätzlich wird hier auch Papier entsorgt, das ist der Hauptunterschied zu Deutschland. Der grüne Punkt wurde übrigens vom Dualen System Deutschland übernommen, nur der deutsche Schriftzug entfiel. Weiterhin gibt es weiße Tonnen oder größere Container mit weißer Öffnung, in die Glas entsorgt wird.
Die Müllabfuhr kommt täglich. Allgemein haben viele Mülltonnen keinen richtigen Besitzer und stehen einfach nur so rum, wie im folgenden Bild zu sehen ist.
Hier ein Bild von einer gelben Tonne vor einem Bekleidungsgeschäft.
Häufig findet man nur Kunstoffsäcke. Auch hier gibt es die Trennung von normal und gelb und auch hier wird täglich geleert.
Kunststoffsack für Restmüll und zwei Container für Glas.
Häufiger zu sehen sind allerdings die größeren Container für Glas.
Samstag, 25. August 2012
Bootstour
So, nach anderthalb Jahren kann ich nun endlich eine weitere wichtige Touristenaktivität auf meiner Liste abhaken: eine Bootstour auf der Seine. Bisher habe ich mich nicht dazu durchringen können, weil ich immer etwas naserümpfend auf die überfüllten Kähne geschaut habe, wenn sie vorbeifuhren und es meiner Ansicht nach für jemanden von der Küste auch interessantere Dinge hier gibt. Heute wurde ich netterweise von zwei Kollegen zu einer Fahrt eingeladen und es war in der Tat sehr schön. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Die Fahrt startete an der Place de la Bastille auf dem Canal St. Martin und wir fuhren durch eine Schleuse zur Seine. Danach ging es durch ganz Paris bis hin zur Freiheitstatue auf der anderen Seite im Westen, um sie herum und danach zurück.
Man hat viel zu sehen und bekommt einige Dinge erzählt. Wie vielleicht auf den folgenden Bildern zu erahnen ist, herrscht ganz schön Betrieb auf dem Wasser. Unser Boot hatte es zum Glück nicht so eilig und wurde mehrmals von ein paar Riesenschiffen überholt.
Die Fahrt startete an der Place de la Bastille auf dem Canal St. Martin und wir fuhren durch eine Schleuse zur Seine. Danach ging es durch ganz Paris bis hin zur Freiheitstatue auf der anderen Seite im Westen, um sie herum und danach zurück.
Man hat viel zu sehen und bekommt einige Dinge erzählt. Wie vielleicht auf den folgenden Bildern zu erahnen ist, herrscht ganz schön Betrieb auf dem Wasser. Unser Boot hatte es zum Glück nicht so eilig und wurde mehrmals von ein paar Riesenschiffen überholt.
Dienstag, 31. Juli 2012
Spaziergang
Ich habe einen Spaziergang in meinem Viertel gemacht. Das kam zwar
schon öfter vor, aber diesmal hatte ich eine Kamera dabei und das Wetter
war schön. Folgende Orte sind weniger als 500 Meter von meiner Wohnung
entfernt.
Auf eine Dachterasse bin ich sehr neidisch.
Eine geschlossene Bar mit Navy-Stühlen und gekappter und getapter Laterne davor.
Diese Szene wirkt irgendwie als sei sie viel weiter südlich aufgenommen.
Eine Schule mit dem Wappen von Paris als Mosaik.
Eine alte Laterne.
Sonntag, 22. Juli 2012
"Insidertipp"
Wer ein gutes Hotel sucht: hier kann man sicher nichts falsch machen! Von zuverlässiger Quelle empfohlen!
Allerdings wurde diese Plakette bestimmt vor der Erfindung der Internetrezension angenbracht. Für mich bot sich hier aber die Möglichkeit einmal Lilien und Adler auf ein Foto zu bekommen.
Allerdings wurde diese Plakette bestimmt vor der Erfindung der Internetrezension angenbracht. Für mich bot sich hier aber die Möglichkeit einmal Lilien und Adler auf ein Foto zu bekommen.
Paris Plages
Am rechten Seineufer, also auf meiner Seite, wurde diese Woche wieder ein Strand eingerichtet. Pünktlich zu diesem Termin ist das Wetter schön geworden und die Leute können in Liegestühlen und im Sand sitzen und den vorbeifahrenden Booten zuschauen und umgekehrt.
Da man natürlich nicht zur Abkühlung in den Fluss springen kann, wurde ein Berieselungsanlage aufgestellt. Die Temperaturen sind allerdings noch nicht sehr sommerlich, so dass bisher nur einige wenige Wagemuteige davon Gebrauch machen.
Imbissbuden und Getränkestände wurden auch hingestellt, so eine richtig schöne Veranstaltung, man muss den Touristen ja was bieten. Eigentlich glaube ich aber, dass das Ganze eine Ablenkung ist, damit die Massen von anderen Dingen ferngehlten werden die sonst zu sehr überlaufen wären.
Wie zum Beispiel das direkt nebenan stattfindende Festival FNAC live (FNAC ist hier die größte Elektronik-Handelskette). Hier gibt es vier Tage lang Konzerte auf dem Platz vorm Hotel de Ville.
Da man natürlich nicht zur Abkühlung in den Fluss springen kann, wurde ein Berieselungsanlage aufgestellt. Die Temperaturen sind allerdings noch nicht sehr sommerlich, so dass bisher nur einige wenige Wagemuteige davon Gebrauch machen.
Imbissbuden und Getränkestände wurden auch hingestellt, so eine richtig schöne Veranstaltung, man muss den Touristen ja was bieten. Eigentlich glaube ich aber, dass das Ganze eine Ablenkung ist, damit die Massen von anderen Dingen ferngehlten werden die sonst zu sehr überlaufen wären.
Wie zum Beispiel das direkt nebenan stattfindende Festival FNAC live (FNAC ist hier die größte Elektronik-Handelskette). Hier gibt es vier Tage lang Konzerte auf dem Platz vorm Hotel de Ville.
Mittwoch, 18. Juli 2012
Chinatown
Die gibt es in Paris nicht wirklich, aber ein sehr asiatisch geprägtes Viertel. Zwischen Place d'Italie und Porte de Choisy im Süden erstreckt sich ein Areal, in welchem sehr viele asiatische Geschäfte und Restaurants zu finden sind. In den meisten Geschäften sind nur asiatische Schriftzeichen zu sehen.
Auch die berühmte Schnellrestaurantkette hat sich hier angepasst.
Auch die berühmte Schnellrestaurantkette hat sich hier angepasst.
Im nördlichen Zentrum im 2. Arrondissement um die Rue Saint Anne herum gibt es noch ein speziell japanisches Viertel. Dort gibt es auch einen sehr großen Buchladen, in dem nur japanische Sachen, unter anderem Mangas, zu finden sind.
Sonntag, 15. Juli 2012
Eindrücke von der Fête Nationale
Ein paar Impressionen von den Ereignissen am 14. Juli dürfen hier natürlich nicht fehlen. Farben spielen die Hauptrolle.
Sehr patriotisches Accessoir, was aber wahrscheinlich noch von der EM stammt:
Wirklich jeder war voll dabei:
Folgendes darf natürlich auch nicht fehlen:
Es gab natürlich wieder einige, die aus der Reihe tanzten:
Und abends kam dann wieder alles durcheinander:
Sehr patriotisches Accessoir, was aber wahrscheinlich noch von der EM stammt:
Wirklich jeder war voll dabei:
Folgendes darf natürlich auch nicht fehlen:
Es gab natürlich wieder einige, die aus der Reihe tanzten:
Und abends kam dann wieder alles durcheinander:
Samstag, 14. Juli 2012
Kulturelle Unterschiede
Als das Wetter Anfang des Jahres für kurze Zeit einmal schön war, sind wir auf das Hochhaus "La Tour Montparnasse" gestiegen. Ich habe das jetzt extra so kompliziert geschrieben, um zu verdeutlichen, dass das französische Wort für Turm weiblich ist. Während dies bei der Tour, also der Rundreise, welche durch das gleiche französische Wort ausgedrückt wird, recht normal erscheint, ist ein weiblicher Turm in der Vorstellung eines Deutschen doch recht ungewöhnlich.
Wir standen also auf diesem Hochhaus und genossen den Ausblick auf Paris, machten viele Fotos und haben später dann einen kitschig romantischen Sonnenuntergang erlebt. Dabei hatten wir auch den Eiffelturm im Blick und nach der Dämmerung wurde dann auch die - ich nenne sie mal dekorative - Beleuchtung eingeschaltet.
Wir starrten also alle zusammen - denn es waren einige Menschen dort oben - auf diese Erscheinung. Plötzlich sagte ein Franzose neben mir zu seiner Frau: "Elle est magnifique comme ca!" Übersetzt heißt dies "Sie sieht wunderschön aus!" und wird eigentlich für Frauen gebraucht. Ich war schockiert. Mir ist in diesem Augenblick klar geworden, das ein Franzose den Eiffelturm mit ganz anderen Augen sehen muss, als ein Deutscher.
Und richtig, ich habe das später dann auch noch einmal mit Franzosen diskutiert. Der Eiffelturm wird als eine Frau betrachtet. Seine Form wird als typisch weiblich empfunden, was ja eigentlich auch einzusehen ist. Auch die verschiedenen Dekorationen, mit denen er im Laufe der Jahre immer wieder versehen wurde, wurde als Schmuck geshen, den nun einmal eine Frau trägt. Zum Beispiel wurde er zum Besuch einer chinesischen Delegation rot angeleuchtet, was als eher anzüglich empfunden wurde.
Aber ich bleibe dabei, gerade ein Turm symbolisiert in meiner Vorstellung nicht gerade Weiblichkeit und ich kann mit dieser Stahlkonstruktion eigentlich keine Frau identifizieren.
Wir standen also auf diesem Hochhaus und genossen den Ausblick auf Paris, machten viele Fotos und haben später dann einen kitschig romantischen Sonnenuntergang erlebt. Dabei hatten wir auch den Eiffelturm im Blick und nach der Dämmerung wurde dann auch die - ich nenne sie mal dekorative - Beleuchtung eingeschaltet.
Wir starrten also alle zusammen - denn es waren einige Menschen dort oben - auf diese Erscheinung. Plötzlich sagte ein Franzose neben mir zu seiner Frau: "Elle est magnifique comme ca!" Übersetzt heißt dies "Sie sieht wunderschön aus!" und wird eigentlich für Frauen gebraucht. Ich war schockiert. Mir ist in diesem Augenblick klar geworden, das ein Franzose den Eiffelturm mit ganz anderen Augen sehen muss, als ein Deutscher.
Und richtig, ich habe das später dann auch noch einmal mit Franzosen diskutiert. Der Eiffelturm wird als eine Frau betrachtet. Seine Form wird als typisch weiblich empfunden, was ja eigentlich auch einzusehen ist. Auch die verschiedenen Dekorationen, mit denen er im Laufe der Jahre immer wieder versehen wurde, wurde als Schmuck geshen, den nun einmal eine Frau trägt. Zum Beispiel wurde er zum Besuch einer chinesischen Delegation rot angeleuchtet, was als eher anzüglich empfunden wurde.
Aber ich bleibe dabei, gerade ein Turm symbolisiert in meiner Vorstellung nicht gerade Weiblichkeit und ich kann mit dieser Stahlkonstruktion eigentlich keine Frau identifizieren.
Donnerstag, 12. Juli 2012
Quatorze juillet
Ja, endlich ist es soweit. Ganz Paris kann es kaum erwarten, der 14. Juli naht. Die Place de la Concorde ist seit Mittwoch gesperrt, nachdem dort seit einem Monat schon die Tribünen für die Prominenz stehen. Meine Kollegen, die die ganze Situation dadurch in einem noch schöneren Stau erleben dürfen, sind besonders begeistert.
Aber im Ernst, die Zeitungen überschlagen sich mit Berichten über die Vorbereitungen. Am Mittwoch hat schon eine Probe-Parade stattgefunden, der Verteidigungsminister war zufrieden bis begeistert. Es ist ja auch für ihn eine Premiere, er ist frisch im Amt. Das Ganze hat bei Dauerregen stattgefunden und für Samstag ist die Vorhersage auch nicht viel besser. Die Flugzeuge sind ebenfalls schon eine Proberunde geflogen, was ich nicht direkt mitbekommen habe. Aber so ein Probefliegen habe ich bereits 2010 einen Tag vor meinem Geburtstag erleben dürfen.
Heute habe ich in der Metro Fremdenlegionäre gesehen, erkennbar am markanten weißen Hut. Die sieht man in Paris ja auch nicht alle Tage. Die Sappeure, von denen ich letztes Jahr berichtet habe, gehören im Übrigen auch der Fremdenlegion an, wurde mir berichtet (und kann man auch nachlesen). Auf dem Foto von damals erkennt man auch den weißen Hut.
Jeder freut sich aufs große Feuerwerk. Dazu vielleicht ein paar Hintergrundinformationen: bereits einen Tag früher, also am Freitagabend finden in den kleineren Städten um Paris organisierte Feuerwerke statt, die man sich von Paris aus angucken kann. Dieses Jahr wird daraus aber wahrscheinlich wegen des Regens nichts. Außerdem bemerkenswert in diesem Zusammenhang: es gibt zu Silvester in Paris kein Feuerwerk. Kein bisschen! Wer hier also eins sehen will, muss Anfang Juli herkommen.
Aber im Ernst, die Zeitungen überschlagen sich mit Berichten über die Vorbereitungen. Am Mittwoch hat schon eine Probe-Parade stattgefunden, der Verteidigungsminister war zufrieden bis begeistert. Es ist ja auch für ihn eine Premiere, er ist frisch im Amt. Das Ganze hat bei Dauerregen stattgefunden und für Samstag ist die Vorhersage auch nicht viel besser. Die Flugzeuge sind ebenfalls schon eine Proberunde geflogen, was ich nicht direkt mitbekommen habe. Aber so ein Probefliegen habe ich bereits 2010 einen Tag vor meinem Geburtstag erleben dürfen.
Heute habe ich in der Metro Fremdenlegionäre gesehen, erkennbar am markanten weißen Hut. Die sieht man in Paris ja auch nicht alle Tage. Die Sappeure, von denen ich letztes Jahr berichtet habe, gehören im Übrigen auch der Fremdenlegion an, wurde mir berichtet (und kann man auch nachlesen). Auf dem Foto von damals erkennt man auch den weißen Hut.
Jeder freut sich aufs große Feuerwerk. Dazu vielleicht ein paar Hintergrundinformationen: bereits einen Tag früher, also am Freitagabend finden in den kleineren Städten um Paris organisierte Feuerwerke statt, die man sich von Paris aus angucken kann. Dieses Jahr wird daraus aber wahrscheinlich wegen des Regens nichts. Außerdem bemerkenswert in diesem Zusammenhang: es gibt zu Silvester in Paris kein Feuerwerk. Kein bisschen! Wer hier also eins sehen will, muss Anfang Juli herkommen.
Donnerstag, 5. Juli 2012
Stadtgarten
Ich bin bis jetzt - obwohl es bereits Juli ist - nicht dazu gekommen, von den gravierenden Veränderungen in meinem Stadtgarten zu berichten, die aufgrund des strengen Winters eingetreten sind. Aufgrund der tiefen Temperaturen im Dezember, die es ja sonst hier nie gibt, sind alle meine Geranien erfroren. Den Winter davor hatten sie ja überstanden, weshalb ich sie in eher schlechtem Zustand übernehmen konnte. Aber jetzt waren sie weg und für mich war das die Möglichkeit eines botanischen Neuanfangs. Ich habe jetzt weitgehend auf Kräuter gesetzt, wegen ihres Nutzwerts und weil sie wahrscheinlich auch Pflegeleichter sind. Inspesondere können einige von ihnen mal eine Woche in der prallen Sonne überleben, ohne gegossen zu werden. Als erstes möchte ich meinen Kräuterkasten zeigen, der aus dem letzten Jahr noch überlebt hat.
Im Kasten sind Oregano, Thymian und Rosmarin die überwintert haben. Links daneben gibt es einen neuen Topf mit provencalischem Basilikum - sehr lecker. Diese Kräuter sind nach Süden angebracht, sie vertragen die Mittagssonne. Genauso wie die Pflanzen im zweiten Kasten auf dieser Seite.
Sehr ausufernd ist hier der Lavendel gewachsen. Er ist nicht sehr zum Kochen geeignet, dafür aber sehr französisch. Bald wird er blühen. Daneben Zitronen-Thymian, der auch sehr üppig wächst, aber mit dem noch nicht sehr viel gekocht wurde. Auf der Nordseite ist der folgende Kasten zu finden.
Darin wachsen drei (noch) kleine Pflanzen Pfefferminze. Diese wurden aus einem wenige Zentimeter langem Zweig gezogen, den ich mir bei Anne abgeschnitten habe. Sie hat die Pflanze als "Marokkanische Minze" vom Herrn J.W. aus B. bekommen. Man kann ihnen fast beim wachsen zuschauen und wenn nichts schlimmes passiert, werde ich wohl im August meinen ersten Mojito trinken können.
Im Kasten sind Oregano, Thymian und Rosmarin die überwintert haben. Links daneben gibt es einen neuen Topf mit provencalischem Basilikum - sehr lecker. Diese Kräuter sind nach Süden angebracht, sie vertragen die Mittagssonne. Genauso wie die Pflanzen im zweiten Kasten auf dieser Seite.
Sehr ausufernd ist hier der Lavendel gewachsen. Er ist nicht sehr zum Kochen geeignet, dafür aber sehr französisch. Bald wird er blühen. Daneben Zitronen-Thymian, der auch sehr üppig wächst, aber mit dem noch nicht sehr viel gekocht wurde. Auf der Nordseite ist der folgende Kasten zu finden.
Darin wachsen drei (noch) kleine Pflanzen Pfefferminze. Diese wurden aus einem wenige Zentimeter langem Zweig gezogen, den ich mir bei Anne abgeschnitten habe. Sie hat die Pflanze als "Marokkanische Minze" vom Herrn J.W. aus B. bekommen. Man kann ihnen fast beim wachsen zuschauen und wenn nichts schlimmes passiert, werde ich wohl im August meinen ersten Mojito trinken können.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Das tägliche Chaos
An normalen Tagen ist der Verkehr schon sehr zähflüssig in Paris, aber heute war bisher der schlimmste Tag, den ich hier erleben durfte. Der Verkehr ist komplett zum erliegen gekommen. Ein kompletter Deadlock an allen Kreuzungen, an denen ich vorbeikam. An jeder größeren Kreuzung standen zwar Polizisten, die abwechselnd die Wartenden in allen vier Richtungen anpfiffen, aber davon bewegte sich auch nichts.
Ich bin glücklicherweise frühzeitig meinem Bus entkommen und habe mich auf einem Velib durch die Blechmassen geschlängelt. So konnte ich zwei Polizeiautos und einen Rettungswagen mit Blaulicht überholen, die auch feststeckten. Leider kam ich ein wenig später auch an dem Ort vorbei, wo diese dringend erwartet wurden. Ein anderer Velibfahrer lag offenbar verletzt auf der Straße. Aber es wurde sich bereits um ihn gekümmert und er war bei Bewusstsein. Mit flauem Gefühl im Magen bin ich weiter nach Hause gefahren und hoffte, dass der Rettungswagen möglichst bald ankäme.
Ich bin glücklicherweise frühzeitig meinem Bus entkommen und habe mich auf einem Velib durch die Blechmassen geschlängelt. So konnte ich zwei Polizeiautos und einen Rettungswagen mit Blaulicht überholen, die auch feststeckten. Leider kam ich ein wenig später auch an dem Ort vorbei, wo diese dringend erwartet wurden. Ein anderer Velibfahrer lag offenbar verletzt auf der Straße. Aber es wurde sich bereits um ihn gekümmert und er war bei Bewusstsein. Mit flauem Gefühl im Magen bin ich weiter nach Hause gefahren und hoffte, dass der Rettungswagen möglichst bald ankäme.
Mittwoch, 27. Juni 2012
Incroyable
Unglaublich! Das habe ich heute bei der Heimkehr von der Arbeit gedacht, als sich mir folgendes Bild bot.
Der wöchentlich auftauchende Reinigungsdienst fürs Treppenhaus hat einen Papierkorb für ungewollte Werbesendungen aufgestellt. Jetzt brauchen sie nicht mehr im kompletten Eingangsbereich verteilt zu werden. Eine super Verbesserung. Nicht, dass sich hier am Ende noch Zucht und Ordnung durchsetzt.
Der wöchentlich auftauchende Reinigungsdienst fürs Treppenhaus hat einen Papierkorb für ungewollte Werbesendungen aufgestellt. Jetzt brauchen sie nicht mehr im kompletten Eingangsbereich verteilt zu werden. Eine super Verbesserung. Nicht, dass sich hier am Ende noch Zucht und Ordnung durchsetzt.
Jeu de mots
Hier etwas verspätet, weil eigentlich zur Wahl angebracht, ein kleines nettes Wortspiel aus der kürzesten Straße von Paris.
Skandal
Ich soll hier nochmal schreiben, dass es ein Skandal ist, dass das Samaritaine dicht gemacht wurde. Unerhört! Und alles nur wegen der Spekulationen und den vielen reichen Touristen. Am schlimmsten ist, die armen Pariser haben gar nichts davon und müssen darunter leiden.
Es ist nämlich so, wurde mir erbost erklärt, dass ein Investor beschlossen hat, dass sich mit Büroräumen und einem Luxushotel in dieser Lage viel mehr Geld verdienen lässt, als mit einem Kaufhaus für Normalos. So! Erledigt!
Es ist nämlich so, wurde mir erbost erklärt, dass ein Investor beschlossen hat, dass sich mit Büroräumen und einem Luxushotel in dieser Lage viel mehr Geld verdienen lässt, als mit einem Kaufhaus für Normalos. So! Erledigt!
Sonntag, 17. Juni 2012
Samaritaine
Die meisten Touristen kennen die berühmten Kaufhäuser La Fayette und Printemps. Als Warenhäuser sind traditionell das Bonne Marché und der Bazar de l'Hôtel de Ville (meist nur als BHV) bekannt. Ein weiterer Name, der aber in Vergessenheit zu geraten droht ist das Samaritaine.
Als ehemaliges Warenhaus für die komplette Produktpalette, teilt es das Schicksal von Karstadt, es ist pleite und steht leer. Mitten in Paris, wo Wohnungen und andere Immobilien unerschwinglich und begehrt sind, steht diese riesige Liegenschaft ungenutzt herum. Und das in bester Lage zwischen der Seine und der Rue Rivoli, einer der bekannteren Einkaufsstraßen, direkt an der Pont Neuf.
Und so landet dieses Gebäude wahrscheinlich auf Millionen von Toristenfotos, ohne dass der Fotograph bemerkt, dass es leer steht.
Als ehemaliges Warenhaus für die komplette Produktpalette, teilt es das Schicksal von Karstadt, es ist pleite und steht leer. Mitten in Paris, wo Wohnungen und andere Immobilien unerschwinglich und begehrt sind, steht diese riesige Liegenschaft ungenutzt herum. Und das in bester Lage zwischen der Seine und der Rue Rivoli, einer der bekannteren Einkaufsstraßen, direkt an der Pont Neuf.
Und so landet dieses Gebäude wahrscheinlich auf Millionen von Toristenfotos, ohne dass der Fotograph bemerkt, dass es leer steht.
Prozession
Obwohl Frankreich ein katholisches Land ist, ist Fronleichnam kein
Feiertag gewesen. Am darauffolgenden Wochenende hat die benachbarte
Gemeinde aber trotzdem eine Prozession zu diesem Anlass durchgeführt.
Man ist einmal komplett um meine Wohnung herumgezogen und hat dazu schön gesungen.
Dem Chor kann ich in der Woche abends übrigens manchmal beim Proben zuhören, da der Probenraum ein Fenster in Richtung meiner Wohnung hat.
Der Krankenwagen auf dem Bild gehört neuerdings zum allgemeinen Erscheinungsbild in der Rue de Cléry, da hier ein Büro des Roten Kreuzes eröffnet hat.
Man ist einmal komplett um meine Wohnung herumgezogen und hat dazu schön gesungen.
Dem Chor kann ich in der Woche abends übrigens manchmal beim Proben zuhören, da der Probenraum ein Fenster in Richtung meiner Wohnung hat.
Der Krankenwagen auf dem Bild gehört neuerdings zum allgemeinen Erscheinungsbild in der Rue de Cléry, da hier ein Büro des Roten Kreuzes eröffnet hat.
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