Nach langer Abstinenz melde ich mich zurück, Ägypten war schön, der Workshop in Rostock auch. Es gibt wieder etwas aus Paris zu berichten.
Hier leben die Menschen auf engstem Raum zusammen, was zur Folge hat, dass es von allem sehr viel auf einmal gibt. So auch Werbeflyer. In einem Briefkasten sammeln sich in einer ungünstigen Woche so gefühlte 3 kg an bunt bedrucktem Werbematerial an. Auf der Straße bekommt man die gleiche Menge noch einmal in die Hand gedrückt, wenn man nicht aufpasst und ich mag mir gar nicht ausmalen, wieviel man als Autobesitzer im Laufe des Tages von seinem Gefährt entfernen muss, wenn man es in der Innenstadt parkt.
So nervig das für uns als Werbungsziel sein mag, umso frustrierender muss es doch für die Werbenden sein, da die einzelne Werbebotschaft kaum eine Chance auf Gehör findet. Also müssen sie sich immer wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Und mit so einem Einfall wurde ich heute morgen ein wenig beeindruckt.
Bei der RER-Station Denfert Rochereau parken morgens, wenn mein Bus daran vorbeifährt, ein paar hundert Autos, die nach der Nacht auf ihre Besitzer warten. Und an eben jene Autos hatte jemand lauter Luftballons jeweils an die Fahrerseite mit einem Sticker ans Fenster geklebt. Sie waren mit Helium gefüllt und schwebten somit über der Szenerie. Das war ein lustiger Anblick, weil es wirklich sehr viele waren - auch für Paris etwas besonderes. Ich nehme stark an, dass diese Werbebotschaft ankam. Jedenfalls sah ich noch abends Leute mit einem solchen Ballon an der Hand herumlaufen. Ich hatte leider weder eine Kamera mit, noch habe ich einen von den Ballons abbekommen.
Donnerstag, 22. September 2011
Mittwoch, 27. Juli 2011
Sandhaufen
Es wurde mir lange angekündigt und nun ist es soweit. Sie haben die Straße auf dem Seine-Ufer gesperrt (also nicht nur sonntags, sondern die ganze Zeit) und dort Sand hingekippt. Mir wurde erklärt, dass es sich dabei um einen Strand handeln soll. Aha. Es wurden auch Liegen und Sonnenschirme aufgestellt, die man beim derzeitigen Wetter aber kaum gebrauchen könnte. Selbst wenn das Wetter besser wäre würde dieses Schauspiel für mich kaum eine große Verlockung darstellen. Ich freue mich schon auf meine Woche an der Ostsee im August.
Vorurteil
Ich möchte kurz mit einem Klischee aufräumen: es stimmt nicht, dass die Franzosen abends ein Baguette unter dem Arm nach Hause tragen. Es sind meistens mehrere und sie tragen sie dann in der Hand.
Dienstag, 26. Juli 2011
Champagne
Noch einmal ein Nachtrag. Da der 14. Juli auf einen Donnerstag fiel, hatte ich auch den Freitag danach frei. Ein netter Kollege hatte mir über das lange Wochenende sein Auto geliehen und da das Wetter gut war, haben Anne und ich unseren ersten Ausflug in das Pariser Umland gewagt. Das Auto hatte ich außerhalb der Stadt geparkt, da Parkplätze im Stadtgebiet, wenn überhaupt vorhanden, teuer sind. Nach der Arbeit durfte ich den erwähnten Kollegen zu sich nach Hause bringen und auf dem Weg dahin passierte direkt auf meiner Nebenspur ein Unfall. Ein Vierzigtonner rammte einen Smart, der an einer roten Ampel stand. Ist zum Glück nichts ernsthaftes passiert. Was für ein Anfang für mich im französischen Straßenverkehr!
Auf den Straßen ist es relativ eng und voll, aber das größte Problem war, den richtigen Weg zu finden. Ich glaube, Paris ist der Grund, weshalb Navigationssysteme erfunden wurden! Jedenfalls haben wir es irgendwann herausgeschafft und fuhren bei schönem Wetter durch die Gegend. Ziel war zunächst Reims in der Champagne, was wir aber nicht erreicht haben. Wir bleiben nämlich vorher in der Stadt Provins hängen, die auch sehr schön und ein beliebtes Touristenziel ist. Dort gibt es eine mittelalterliche Burganlage mit großem Stadtmauerring, die zum Unesco-Kulturerbe zählt. Nachdem wir diese Stadt erkundet hatten, uns mit Brot und anschließend auch einem Kaffee gestärkt hatten, ging es dann in die Champagne. Hier folgten wir dann einer Straße mit dieser Beschilderung:
Das Wetter war herrlich und die Landschaft ganz ansprechend. Und wer glaubt, dass es in der Champagne nur Weinberge gibt, der liegt falsch. Dort wird auch anderes angebaut, wie folgendes Bild beweist:
Auf der Kuppe des Hügels, zu dem der hier abgebildete Hang gehört, steht übrigens eine Art Herrenhaus. Vom Wein haben wir übrigens nicht genascht, der war noch nicht reif. Und ich glaube, dass er, obwohl daraus Champagner hergestellt wird, auch im reifen Zustand nicht schmecken würden.
Auf den Straßen ist es relativ eng und voll, aber das größte Problem war, den richtigen Weg zu finden. Ich glaube, Paris ist der Grund, weshalb Navigationssysteme erfunden wurden! Jedenfalls haben wir es irgendwann herausgeschafft und fuhren bei schönem Wetter durch die Gegend. Ziel war zunächst Reims in der Champagne, was wir aber nicht erreicht haben. Wir bleiben nämlich vorher in der Stadt Provins hängen, die auch sehr schön und ein beliebtes Touristenziel ist. Dort gibt es eine mittelalterliche Burganlage mit großem Stadtmauerring, die zum Unesco-Kulturerbe zählt. Nachdem wir diese Stadt erkundet hatten, uns mit Brot und anschließend auch einem Kaffee gestärkt hatten, ging es dann in die Champagne. Hier folgten wir dann einer Straße mit dieser Beschilderung:
Das Wetter war herrlich und die Landschaft ganz ansprechend. Und wer glaubt, dass es in der Champagne nur Weinberge gibt, der liegt falsch. Dort wird auch anderes angebaut, wie folgendes Bild beweist:
Auf der Kuppe des Hügels, zu dem der hier abgebildete Hang gehört, steht übrigens eine Art Herrenhaus. Vom Wein haben wir übrigens nicht genascht, der war noch nicht reif. Und ich glaube, dass er, obwohl daraus Champagner hergestellt wird, auch im reifen Zustand nicht schmecken würden.
Sonntag, 24. Juli 2011
Tour de Fance
Wenn man schon einmal hier ist, kann man sich ja mal die Zielankunft der Tour de France angucken. Das habe ich heute gemacht, das Wetter war auch schön. Ich hab mich im Internet informiert, wann die denn so ungefähr ankommen und hab zufrieden festgestellt, dass das ganze Rennen am Ende in einen 6 km langen Rundkurs geführt wird, der dann achtmal durchfahren wird. Die Zeit war also nicht so kritisch und man hatte mehrere Gelegeheiten einen Blick zu erhaschen. Wie üblich bei solchen Gelegenheiten war es sehr dichtgedrängt an der Strecke. Hier mal ein Blick auf das gelbe Trikot (und den gelben Helm), dessen Träger ziemlich weit hinten im Hauptfeld fuhr:
Im Hintergrund ist ein Schlossflügel des Palais des Tuileries zu sehen, rechts der dazugehörige Schlosspark um den das Rennen herumführte. Bis zur vorletzten Runde gab es eine Ausreißergruppe, die in der letzten Runde dann aber eingeholt wurde. In dieser Stadionatmosphäre war das ein echt tragischer Moment. In der letzten Runde waren die Fahrer dann auch echt schnell und einige fielen zurück, bekamen vom Publikum aber extra Applaus.
Insgesamt muss ich sagen, bekommt man nicht viel vom Rennen mit, da das Feld in weniger als 10 Sekunden an einem vorbei zieht. Wenn das ganze achtmal passiert, hat man ja noch ein wenig Spaß, aber auf einer normalen Etappe hätte ich es schon enttäuschend gefunden, am Straßenrand zu stehen.
Nationalfeiertag
Ich möchte im Nachhinein noch ein Wort zum Nationalfeiertag am 14. Juli verlieren. Dieser heißt offiziell Fête de la Fédération, ist bei den meisten Franzosen aber eher als Fête nationale bekannt. Viele Pariser flüchten an diesem Tag und die Stadt gehört allein den Touristen und dem Militär. Auch Anne und ich haben uns die Parade auszugsweise angeguckt. Bei meinen Kollegen stieß dies größtenteils auf Unverständnis (langweilig und blöd). Aber es gehört halt zu den Sehenswürdigkeiten.
Wir haben uns dann an den Straßenrand bei der Madeleine gestellt. Das war ein Abschnitt nach dem offiziellen Ende, die Parade war dort schon aufgefächert und man hat nur noch ungefähr die Hälfte gesehen, das hat aber auch gereicht. Der Vorteil war, dass es nicht so überfüllt war und man auch schneller wieder flüchten konnte. Also haben wir uns ein paar Kompanien marschierende Soldaten angeguckt. Die bemerkenswertesten waren diese Sappeure hier, verfolgt von einem Orchester mit gut zu erkennenden Sousaphonen (Gruß an Anne):
Abends gab es aus Feier des Tages ein Konzert und ein Feuerwerk am Eifelturm. Zusammen mit dem guten Wetter war es ein schöner Feiertag.
Wir haben uns dann an den Straßenrand bei der Madeleine gestellt. Das war ein Abschnitt nach dem offiziellen Ende, die Parade war dort schon aufgefächert und man hat nur noch ungefähr die Hälfte gesehen, das hat aber auch gereicht. Der Vorteil war, dass es nicht so überfüllt war und man auch schneller wieder flüchten konnte. Also haben wir uns ein paar Kompanien marschierende Soldaten angeguckt. Die bemerkenswertesten waren diese Sappeure hier, verfolgt von einem Orchester mit gut zu erkennenden Sousaphonen (Gruß an Anne):
Nachdem das Marschieren vorbei war, sind wir dann eine Straße entlang, in der sich die abziehenden Panzer stauten, die wir dann noch ein wenig aus der Nähe beäugen konnten. Später am Tag wurden dann noch diverse Militärfahrzeuge im Stadtgebiet abgestellt und konnten von der ganzen Familie bestiegen und erkundet werden. Hier ein paar Panzer im Getümmel vor der Opéra Garnier (die leider auf dem Bild nicht zu sehen ist, weiter rechts):
Jeder der Panzer war übrigens nach einer (wahrscheinlich für die Franzosen erfolgreichen) Schlacht benannt. Dieses Modell stellt also kein Modell aus dem Jahr 1944 dar, sondern es handelt sich um Modernes Gerät. Zu beachten ist auch, dass auf dem Turm ein MG montiert ist, um das die Kinder munter herumturnen. Ich erinnere mich noch an meine Zeit bei der Bundeswehr, als wir während der Übungen darauf verzichtet haben MGs auf die Lafetten unserer Lkws zu montiern, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu erschrecken. Die Franzosen haben halt ein weniger verkramftes Verhältnis zum Militär.
Zieletappe
Ich bin vorhin ein Stück der heutigen Zieletappe der Tour de France mit meinem Velib entlanggeradelt. Die geht ein ganzes Stück auf der linken Seineseite entlang, vorbei an der Île de la Cité. Eigentlich ein ganz nettes Panorama, aber ich glaube, die Fahrer haben keinen Blick dafür. Außer vielen Absperrungen und Polizisten gab es für mich noch nichts besonderes zu sehen. Ich werde heute abend, wenn die Tour kommt, noch einmal vorbeischauen.
Donnerstag, 21. Juli 2011
Superlativ
Heute habe ich wieder etwas über meine nähere Umgebung gelernt. Wie ich ja früher schon einmal berichtet habe, liegt meine Wohnung zwischen zwei Straßen, sodass ich Fenster zu zwei Seiten habe. Zusätzlich befindet sich in der Nähe des Hauses eine Treppe, die diese beiden Straßen miteinander verbindet. Da diese Treppe einen Straßennahmen trägt, habe ich recherchiert und herausgefunden, dass sie offiziell im Straßenverzeichnis von Paris aufgeführt wird. Die Rue des Degrés ist die kürzeste Straße von Paris! Auf weniger als 6 Metern wurden 4 Schilder mit ihrem Namen darauf angebracht. Ich frage mich, wer sich eigentlich die Mühe macht, einen Straßennamen zu vergeben und Schilder anzubringen, wenn diese Straße auf keinem Stadtplan verzeichnet ist.
Mittwoch, 29. Juni 2011
Autofreier Sonntag
Also, die Seine fließt ja in Paris durch ein ziemliches Betonbett, meistens gesäumt von großen Straßen und viel Verkehr. Nicht so am Sonntag: da werden diese Straßen für den Autoverkehr gesperrt und Radfahrer und Fußgänger können sich die Seineufer zurückerobern. Das haben Anne und ich auch getan und sind mit dem Velib dort unterwegs gewesen. Auch einen ziemlich langen Straßentunnel kann man so erkunden. So ist folgendes Foto mit einem für Paris nicht ganz touristischem Hintergrund entstanden.
Haute Cuisine
Bei mir sind Beschwerden eingegangen, dass es in diesem Blog zu wenige Bilder gibt. Nun denn, will ich es dem Volke mal recht machen. Schön sind ja immer mal wieder schöne Bilder eines gelungenen Mahls. Am letzten Wochenende - als Anne da war - gab es Coq au vin, ein französischer Klassiker. Ist wirklich gut gelungen und hat uns sehr gut geschmeckt. Leider hatte keiner rechtzeitig an die fotographische Dokumentation gedacht. Ich will euch trotzdem ein wenig an unserem Schmaus teilhaben lassen.
Montag, 27. Juni 2011
Arbeitsplatz
Beim durchforsten der Fotos auf meinem Handy habe ich folgendes Bild zutage gefördert. Es zeigt das Labor eines Theoretikers, meinen Schreibtisch:
Es stehen mir zweieinhalb Schreibtische und zwei Stühle zu, außerdem habe ich einen Schrank und ein Whiteboard. Und natürlich einen Computer. Ich sitze vor einem großen Fenster und wenn es mir nachmittags zu hell wird, kann ich außen Sonnenblenden vorziehen. Ich teile mein Büro mit 3 Kollegen, zwei Postdocs und einer Doktorandin. Ich habe mich übrigens für dieses Büro und gegen ein Einzelzimmer entschieden, um mehr Leute zum Reden zu haben. Das ist auch gut so, weil ich sonst gar nichts mitbekommen würde, was so abläuft. So kann ich den ganzen Tag irgendjemanden über alles mögliche ausfragen. Auf dem Bild ist übrigens auch eine dienstlich gelieferte Wasserflasche zu sehen. Diese sind gerade beim heutigen heißen Wetter sehr angenehm.
Sommer
Der Sommer ist nach Paris zurückgekehrt. Und wie! Es handelt sich um eine richtige Hitzewelle. Eine Wetterstation ganz in der Nähe meines Arbeitsplatzes hat heute einen Tageshöchstwert von 38 °C gemessen! Im Schatten! Sehr schön zu sehen ist bei diesen Messwerten auch die Verschiebung des Maximums weit nach hinten auf kurz nach 17 Uhr (aufgrund der Lage von Paris innerhalb der Zeitzone). Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich zum Glück gerade in den klimatisierten Bus gesetzt, der mich nach Hause gefahren hat. In Paris waren es dann nur noch 35 °C. In meiner angenehm kühlen (26 °C) Wohnung habe ich dann erstmal aufs Durchlüften verzichtet und hoffe darauf, dass die Temperaturen draußen heute noch unter 30 °C fallen.
Nachtrag: Ich musste feststellen, dass eine weitere benachbarte Wetterstation sogar über 42 °C gemessen hat. Uff! Auf jeden Fall war es ziemlich warm.
Nachtrag: Ich musste feststellen, dass eine weitere benachbarte Wetterstation sogar über 42 °C gemessen hat. Uff! Auf jeden Fall war es ziemlich warm.
Samstag, 25. Juni 2011
Garten beim Schloss Versailles
Heute waren wir beim Schloss Versailles. Nicht im, denn die lange Warteschlange am Eingang hat uns wieder einmal abgeschreckt. Stattdessen waren wir im Schlossgarten lustwandeln. Das ist durchaus für einen Tagesausflug zu empfehlen, zumal die Fahrt dorthin mit dem RER gerade mal 3.05 EUR kostet. Wir sind -für unsere Verhältnisse- relativ früh dort gewesen und dann gleich links vorbei am Schloss in den Garten gegangen. Dieser ist sehr schön, mit vielen Blumen und Brunnen. Jedoch sind sehr viele dieser Brunnen nicht an gewesen, was die Freude leicht geschmälert hat. Später haben wir dann festgestellt, dass alle Brunnen täglich erst ab 15.30 Uhr angestellt werden. Das heißt, hier fängt der frühe Vogel nicht wirklich den Wurm. Ein Nachmittag im Garten vom Schloss Versailles ist deshalb vielleicht doch mehr zu empfehlen, als ein Vormittag.
Neue Kategorie!
Es gibt eine neue Kategorie: TouriTips. Hier sollen nicht etwa kluge Ratschläge für Paris-Reisende gegeben werden. Stattdessen werden wir hier einige Infos festhalten, die wir festgestellt haben und uns merken wollen.
Freitag, 24. Juni 2011
Gescheiterter Kulturversuch
Bis zum 23. Juni fand im Grand Palais die MONUMENTA statt, die diesmal von Anish Kapoor in Form einer riesigen organischen und begehbaren Skulptur gestaltet wurde. Am letzten möglichen Tag hatte ich mich mit Basti nach seiner Arbeit verabredet, um noch in den Genuss dieser beeindruckenden Ausstellung zu kommen. Er hatte von seinen Arbeitskollegen schon erfahren, dass es wahrscheinlich recht voll sein wird. Als wir dann über die Champs Élysées zum Grand Palais schlenderten, konnten wir die unglaublich lange Schlage bereits von Weitem erspähen. Sie schlängelte sich aus den Türen des Grand Palais heraus, den Gehweg entlang und dann nochmal um die Ecke. Bei genauerem Beschauen von Dichten erkannte man sogar noch eine zweite "nur" halb so lange Schlange. Keine Ahnung, wie diese zusammenkamen. Lange Rede, kurzer Sinn... Da Basti und ich uns beide nur sehr ungern in solch lange Schlangen einreihen, beschlossen wir dieses Vorhaben durch Abendbrotessen zu Hause zu ersetzen und später am Abend noch einen Versuch zu starten. Die Ausstellung hatte ja bis 24 Uhr geöffnet.
Vom Abendbrot gestärkt machten wir uns also fußläufig erneut auf den Weg. Durch den Garten des Palais Royal, wo Georgio Armani gerade ein Event veranstalten ließ und man uns etwas uncharmant aufforderte, die schließende Parkanlage zu verlassen, ging es also am Jardin de Tuleries vorbei wieder die Champs Élysées entlang zum Grand Palais. Es war so gegen 23 Uhr, als wir dort ankamen. Laut Internetseite wurden bis 45 Minuten vor Schließen der Ausstellung Besucher eingelassen. Es war also knapp. Die Schlange war glücklicherweise stark eingeschrumpft und ich froher Erwartung. Schnellen Schrittes gingen wir hinauf zum Eingang, wo noch eine Hand voll Leute auf Einlass hofften. Doch als wir mit diesen vor der großen Eingangstür standen, hörten wir nur noch das Krachen der ins Schloß fallenden Tür, durch das sich die kulturell interessierte und nun enttäuschte Menge leicht aufbringen ließ. Lautes Rufen und Pfeifen konnten die Wachmänner aber leider auch nicht erweichen, sodass uns diese Ausstellung nun leider für immer verwehrt bleiben wird. Schade.
Vom Abendbrot gestärkt machten wir uns also fußläufig erneut auf den Weg. Durch den Garten des Palais Royal, wo Georgio Armani gerade ein Event veranstalten ließ und man uns etwas uncharmant aufforderte, die schließende Parkanlage zu verlassen, ging es also am Jardin de Tuleries vorbei wieder die Champs Élysées entlang zum Grand Palais. Es war so gegen 23 Uhr, als wir dort ankamen. Laut Internetseite wurden bis 45 Minuten vor Schließen der Ausstellung Besucher eingelassen. Es war also knapp. Die Schlange war glücklicherweise stark eingeschrumpft und ich froher Erwartung. Schnellen Schrittes gingen wir hinauf zum Eingang, wo noch eine Hand voll Leute auf Einlass hofften. Doch als wir mit diesen vor der großen Eingangstür standen, hörten wir nur noch das Krachen der ins Schloß fallenden Tür, durch das sich die kulturell interessierte und nun enttäuschte Menge leicht aufbringen ließ. Lautes Rufen und Pfeifen konnten die Wachmänner aber leider auch nicht erweichen, sodass uns diese Ausstellung nun leider für immer verwehrt bleiben wird. Schade.
Mittwoch, 22. Juni 2011
Streik!
Heute ist es zum ersten Mal, seitdem ich hier angekommen bin, passiert: die Lokführer der RER haben gestreikt. Dafür ist Frankreich ja bekannt, dass es reglemäßig Streiks gibt und der gesamte Verkehr zum Erliegen kommt. Der Ausfall der Vorortzüge tangiert mich ja glücklicherweise nur insofern, dass nun viele Pendler aufs Auto ausweichen und es zu noch mehr Staus kommt. Das ist tatsächlich auch so, aber da ich mich entgegengesetzt zur großen Masse bewege - also Paris verlasse - bekomme ich den beeindruckenden Stau nur auf der Gegenfahrbahn demonstriert.
Da heute auch gleichzeitg die Fête de la Musique steigt bin ich trotzdem etwas länger unterwegs, da mitten auf dem Place Denfert-Rochereau, einer wichtigen Kreuzung, eine Bühne aufgebaut wurde und mein Bus einen Umweg fahren muss. Abends werde ich dann mit viel Straßenmusik an vielen Ecken entschädigt. Nicht immer gut, aber lustig. Man konnte schwarze DJs in Hörweite von japanischen Punkrock-Bands bewundern und dann gleich zu temperamentvollen Samba-Trommlerinnen weiterschlendern. Naja und so weiter bis nach Hause, wo die Musik dann bis weit nach Mitternacht in meine Wohnung drang...
Da heute auch gleichzeitg die Fête de la Musique steigt bin ich trotzdem etwas länger unterwegs, da mitten auf dem Place Denfert-Rochereau, einer wichtigen Kreuzung, eine Bühne aufgebaut wurde und mein Bus einen Umweg fahren muss. Abends werde ich dann mit viel Straßenmusik an vielen Ecken entschädigt. Nicht immer gut, aber lustig. Man konnte schwarze DJs in Hörweite von japanischen Punkrock-Bands bewundern und dann gleich zu temperamentvollen Samba-Trommlerinnen weiterschlendern. Naja und so weiter bis nach Hause, wo die Musik dann bis weit nach Mitternacht in meine Wohnung drang...
Freitag, 10. Juni 2011
Neues vom Stadtgarten
Heute will ich stolz von meinen Geranien berichten. Ich hatte ja zu Beginn meines Aufenthalts hier davon berichtet, dass ich sie knapp vor dem Tode bewahrt habe. Sie gediehen unter meiner Pflege und bei dem schönen Pariser Wetter gut und haben begonnen zu blühen. Bevor ich zu sehr aushole, lass ich lieber Bilder sprechen:
Ich jedenfalls finde den Unterschied zum Ausgangszustand ertaunlich und erfreue mich des Anblicks.
Ich jedenfalls finde den Unterschied zum Ausgangszustand ertaunlich und erfreue mich des Anblicks.
Samstag, 21. Mai 2011
On the road again ...
Ich habe kein Fahrrad mit nach Paris genommen. Das wäre aus mehreren Gründen unpraktisch: man bekommt sie schlecht mit dem Zug transportiert und ich habe hier keinen Platz zum abstellen. Da trifft es sich gut, dass es hier in Paris das Velib-System gibt, bei dem man sich kurzzeitig und unkompliziert Fahrräder ausleihen kann und dessen Kunde ich seit heute bin. Resumé des ersten Tages: ich habe mir für 6 Fahrten ein Fahrrad geliehen und war insgesamt eine Stunde und 22 Minuten unterwegs. Dabei bin ich bis zur Cité universitaire ganz im Süden von Paris gekommen.
Sportliche Mittagspausen
Meine zweite Arbeitswoche ist vorbei. Seitdem ich arbeite war ich nicht mehr in Paris laufen. Dies hat zum einen den Grund, dass ich Abends einfach keine Lust mehr zum Laufen habe. Auf der anderen Seite hat sich herausgestellt, dass ich in meiner Mittagspause mit einigen Kollegen in der wunderschönen Gegend bei Arpajon laufen gehen kann. Diese Gegend ist ländlich mit ein paar Wäldern übersät und es gibt Wege, die sind gut zum laufen geeignet. Bisher war ich zweimal pro Woche laufen, jeweils um die 7 km. An die Wege kann ich mich nicht so gut erinnern, da ich den anderen nur immer hinterher laufe.
Samstag, 7. Mai 2011
Heimwerken
Ich hatte ja am Anfang berichtet, dass das Schloss meiner Eingangstür sehr schwergängig ist. Dieser Zustand hat sich zuletzt weiter verschlechtert, sodass ich nur noch mit Mühe meine Wohnung betreten oder verlassen konnte. Also habe ich Ursachenforschung betrieben und herausgefunden, dass sich die Tür vezogen hat und das Schloss nun ein wenig zu hoch sitzt, weshalb die Schließbolzen stark am Rahmen schleifen. Das Schloss ist glücklicherweise so konstruiert, dass ich seine Befestigungsschrauben lösen konnte und es einen Viertelmillimeter weiter unten wieder festschrauben konnte. Jetzt komme ich wieder ohne Probleme rein und raus. Tja, so ist das halt in Altbauten.
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